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Bernsteinsammler's Bewerbung
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Demacia
Mr selfmade Bernstein
Keine Shortfacts vorhanden
budder
Name als Pronomen
[ x ] Ich habe die Regeln gelesen und verstanden.
[ x ] Mein Charakter ist ein Gesuch: https://bilgewater-rpg.de/showthread.php?tid=21 [ x ] Sollte ich gelöscht werden, darf mein Charakter erneut gesucht und bespielt werden. Profilfelder müssen jedoch neu ausgefüllt werden. [ x ] Mein Charakter braucht ein okay von: Nina mit Livia im Profil eintragen kann man zur Zeit ja leider nichts (sind immernoch Blanko Seiten), daher hier einmal geballt. :) CHARAKTER Bekannt ist Midas als ein sehr wohlgesonnener, ruhiger und selbst in seiner Position auf dem Schwarzmarkt doch nur allzu großzügiger Zeitgenosse, dem man kaum ein weltliches Laster nachzusagen vermag, der Alkohol, wie auch die körperliche Lust gleichermaßen zu verschmähen scheint, was ihn sicherlich den einen oder anderen Scherz auf seine Kosten einbringen mag und doch pflegt er diesen Ruf sehr sorgsam und ist wohl darauf bedacht, dass er nicht einmal die feinsten Risse erfährt, betrachtet er diesen Ruf schließlich auch als eine wertvolle, langfristige Investition. Midas ist schlauer als andere; da besteht für ihn überhaupt kein Zweifel. Er hat einfach einen besseren Durchblick und es gelingt ihm darüber hinaus auch schneller, Zusammenhänge zu begreifen. Das ist kein Manko der anderen um ihn herum; es ist ein natürliches Vermögen seinerseits, ein ihm in die Wiege gelegter Vorteil in dieser Welt, mit dem er gelernt hat, gar bescheiden mit diesem überlegenen Verstand & Sinnesvermögen umzugehen, dass er es anderen nachzusehen pflegt, dass sie nicht über die selbe Scharfsinnigkeit verfügen wie er und stattdessen den offensichtlichsten Denkfehlern erliegen, auf dumme Ideen kommen oder an ihren idiotischen Meinungen festzuhalten. Schwierig ist es zugegebenermaßen nicht, sich in Midas’ Augen so herabgesetzt zu finden, neigt er doch durchaus zu einer Abschätzigkeit anderen gegenüber, die er aber nicht offen präsentieren wird, ganz im Gegenteil, so bedient er sich sogar noch seines guten Gedächtnisses, um bei nächster Gelegenheit auf den ihm dargebotenen Spinnereien zu sprechen zu kommen und auf diese Weise nicht nur schier ein Interesse daran vorzugaukeln, sondern vor allem den Anschein zu erwecken, er würde die Perspektiven der anderen anerkennen und schätzen, ist er doch immerhin bereit, ihnen seine Aufmerksamkeit zu schenken und sich damit auseinanderzusetzen. Nur bei Bedarf, sofern er einen Vorteil für sich darin sieht, wird Midas sich erbarmen und sie ihrer Irrtümer zu erlösen, natürlich auch das möglichst sanft und mit ein wenig Nachdruck durch ihn und seine Rückfragen leitend, als wären sie am Ende ganz selbst auf den richtigen Trichter gekommen, ganz seiner berechnenden Natur entsprechend. Midas ist darüber hinaus tatsächlich sehr neugierig und überaus wissbegierig. Zum Einen mag dies auch seine geduldige Art im Umgang mit anderen, vor allem aber ihren Geschichten, ihren Erlebnissen und Erfahrungen, begründen, dass er sich überhaupt die Zeit für diese nimmt, um zwischen all den Irrtümern womöglich dennoch etwas von Interesse aufschnappen zu können. Zum Anderen wurzelt dieser Umstand allerdings sicherlich auch in seinem enormen Kontrollbedürfnis. Dem schließt sich sich ein unterschwelliges Problem mit Neid an, der dafür sorgt, dass er es nicht allzu gut verträgt, nicht am Besten als allererste von etwas zu erfahren, dies gar nur aus zweiter oder dritter Hand mitbekommen zu müssen, wenngleich er sich auch nach außen hin beherrscht geben mag. Innerlich kann ihn so etwas schnell an den Rand des sprichwörtlichen Wahnsinns treiben. Trotz dieses außerordentlichen, abgehobenen Hangs zur Selbstüberschätzung und einem daraus hervorgehenden völlig übersteigerten Egos, das in höchst manipulativer Manier die Welt um sich herum nach seinen Vorstellungen formen möchte, hegt Midas jedoch keinerlei Geltungsdrang; man wird nicht beobachten können, wie er sich in den Vordergrund zu drängeln versucht oder in irgendeiner Form mit seinen vielfältigen Talenten und seiner überragenden Überlegenheit prahlt. Individuen, die dazu in der Lage sind, werden diese schließlich schon von sich aus anzuerkennen wissen, als dass er diese betonen wollen würde. Stattdessen tritt er besonnen, gar stoisch auf, als könne ihn nichts aus der Ruhe bringen – ein sehr trügerischer Umstand, hinter der sich in Wahrheit ein skrupelloser Verstand verbirgt, der die Schwächen anderer ausnutzt, wo auch immer er diese sieht, sobald sich nur eine lohnenswerte Gelegenheit bietet. Ihn zielstrebig zu nennen, wäre dabei untertrieben. Er beweist eine zermürbende Hartnäckigkeit, wenn er sich was in den Kopf gesetzt hat, und lässt sich unmöglich noch davon abbringen. Warum auch? Er hat es entschieden, also ist es auch richtig so. Seiner Ausdauer sei dank kann er sich hierbei auf den besten, nicht auf den schnellsten, oft dadurch auch brachialsten Weg besinnen. Und bis dahin? Oh, er versteht sich bestens darin, sich stets alle Optionen offen zu halten, so sieht er in anderen in erster Linie einen möglichen Nutzen und tut sich schwer mit offenen, ehrlichen Beziehungen zu anderen Menschen welcher Art auch immer, ohne sich dieses Manko natürlich einzugestehen. Und wieso sollte er auch, wer sollte seine Kunst, sich anderen anzubiedern, schon in Fragestellen? Von jeder Moralvorstellung befreit, ist er doch perfekt darin. VORLIEBEN + er selbst, denn, bei aller Bescheidenheit, ein besseres Geschöpf ist ihm bisher nicht begegnet + Chemtech, von dem er glaubt, dass es ihm helfen wird, sein volles Potential auszuschöpfen + der Schwarzmarkt, der immer wieder allerlei Überraschungen zu bieten hat, dass er gut daran geraten ist, sich an seinem Zentrum platziert zu haben + Manipulation, die ihm eine schier grenzenlose Macht über andere verleihen kann + der Duft von Livia’s Haar, was nicht nur unglaublich kitschig, sondern auch ein gut gehütetes Geheimnis ist! + die Ruhe nach dem Sturm, ganz buchstäblich gemeint, scheint die Welt sich in diesen Momenten doch ganz neu zu ordnen + tiefgründige Unterhaltungen, bei denen er sich nicht nur endlich mal in beinahe ebenbürtiger Gesellschaft wähnen darf, sondern die ihm nebenbei auch herrlich viel über sein*e Gegenüber preisgibt + fade Lebensmittel, die für ihn oft genug schon intensiv genug im Geschmack assind, als dass er von sich aus zu Gewürzen und dergleichen greifen würde ABNEIGUNGEN – Trunkenheit, vor allem im Übermaß bei sich selbst, da es Kontrollverlust bedeutet, andere dadurch zugleich schlechter einzuschätzen sind – an die eigenen Grenzen zu stoßen, die er insbesondere mit seinen Chemtech-Experimenten doch zu übertreten versucht – Misstrauen anderer ihm gegenüber, das ihm den sonst spielerisch leichten manipulativen Umgang mit ihnen erschwert – Machtmonopole, die er nicht innezuhaben anstrebt & sich ihm somit nur in den Weg stellen – Schnecken, denn sie sind widerlich und schleimig, sowohl auf Land, wie auch unter Wasser – lange Schiffsreisen, die dazu neigen, ihn unruhig werden zu lassen – die Vorstellung einer allumfassenden Endlichkeit, weil eine solche ihn doch nur wieder Grenzen setzen wollen würde – tropische Früchte, speziell jene aus sonnenreichen Gebieten, denn sie überfordern seine Sinne – Glöckchen, klein und grässlich klimpernd, dass es in seinem ganzen Schädel rattert – Schreihälse, die mit ihrer Stimme zwar alles überlagern und doch nicht ausblenden können – Endlichkeit, ein letzten Endes einfach nur enttäuschendes Konzept! – Tiefe Wasser, insbesondere die offene See, die ihm mehr als nur gehörig Respekt einjagt WUSSTEST DU, DASS MIDAS … … wirklich nicht der beste Schwimmer ist? Aus diesem Grund hält er sich auch lieber am Land auf, als weiterhin mit Ty und seinem Trupp die Meere zu bereisen; dennoch würde er die Hafenstadt nicht eintauchen wollen, weil der hier stattfindende Handel ihm einmalige Möglichkeiten bietet. … seinem Bruder eine Gliedmaße gekostet hat? Auch wenn er dafür Sorge tragen wird, dass diesem sonst niemand ein Haar krümmen wird, was auf Gegenseitigkeit beruht, so gab es schon den einen oder anderen eskalierenden Streit zwischen den beiden. Das erwähnte Ergebnis ist da noch ein sehr glücklicher Ausgang, zu dem wohl beide sich auch nicht mehr äußern würden. … die Experimente mit Chemtech ebenfalls schon gut & gerne Hand und Arm hätten kosten können? Allein Phina vom Buhru-Tempel verhinderte, dass er es seinem Bruder mit dem Tragen einer Prothese hätte gleichtun müssen. Midas lässt sich dadurch jedoch nicht beirren; aus Fehlern lernt man immer noch am Besten, erst recht wenn sie von einem Genie wie ihm stammen. … einen beachtlichen Vorrat an Chemtech hat? Dennoch ist er nie abgeneigt, diesen für seinen täglichen Konsum zu erweitern und erweist sich dabei im Tauschhandel als äußerst großzügig. … sehr aufgeschlossen gegenüber noch so absonderlichen Theorien zur Leistungssteigerung ist? Menschliche Zirbeldrüse, das Ei der Orni-Vastaya, ein Sekret, das in den Eckzähnen von Yordeln verborgen liegt, oder natürlich die Schuppen eines Drachen, nur frisch genug, wenn sie bei Vollmond leuchten, oder Minotaurushorn, das allerdings eher als Aphrodisiakum im Umlauf ist und daher weniger für Midas von Interesse ist. Sollte sich auch damit aber ein Rezept für anderweitige Ergebnisse auftun, ist er nur zu gern bereit, es auszuprobieren. … mit dem Verschwinden seines Vorgängers, dem Händler auf dem Schwarzmarkt, mehr zu tun hat, als er zugeben würde? Dass sie sich zuletzt oft uneins waren, ist durchaus bekannt, Part einer Gerüchteküche, auf deren Niveau, wie er mit aller Ruhe festzustellen pflegt, er sich nicht herablassen möchte. … der Ruf eines Asketen nachhängt? Er weiß selbst gar nicht, wie das zustande gekommen ist. In Der Bärtigen Dame erwähnte jemand beiläufig, wie Midas doch nie in vertrauter Gesellschaft mit einer Frau zu sehen sei, was seine Neugier weckte, nur um erfahren zu dürfen, dass man glaube, er lebe auch in der Hinsicht so enthaltsam, wie man ihm gegenüber dem Alkohol beobachten können würde, dem er im Übrigen auch nicht abgeneigt ist, aber nur in kontrollierten Maßen zu sich nimmt. Ähnlich hegt er auch kein Zölibat: Als ein großer Freund von allerlei Fundgut am Strand oder im Hafen und beliebte Anlaufstelle selbst für menschliches Warengut weiß er sich doch bei Bedarf zu versorgen, wovon nur nicht unbedingt die ganze Welt oder irgendwer außerhalb seiner allein bewohnten vier Wände wissen muss. Im Gegenteil: Midas hegt Gefallen an diesem Ruf, der ihn dankbar harmlos erscheinen lässt, und pflegt ihn seither gern. FÄHIGKEITEN Enhanced Senses Fähigkeitsstufe 1 Seit früher Kindheit verfügt Midas über eine gesteigerte Wahrnehmung, die es ihm etwa erlaubt, auch die noch so unscheinbarsten Geräusche und Regungen zu vernehmen und ihm einen scharfen Blick verleiht, auch wenn dieser leider weder durch Nebel, noch durch Wände reicht; unter seinen Fingern nimmt er ähnlich selbst feinste Risse und anderweitige Ermüdungen in der Oberfläche von Materialien wahr, was er sich insbesondere in seiner Rolle im Handel, sei es noch einst als Dieb in Noxus oder nun als Hehler solcher Waren, der die Qualität dieser inzwischen ohne große Mühen rasch einzuschätzen versteht. Midas kann sich nicht daran erinnern, dass diese Fähigkeit irgendwann einmal nicht Part seines Lebens war. War es für ihn als Kind einst vielmehr noch eine Belastung, stets und ständig in dieser Intensität den äußeren Eindrücken ausgesetzt zu sein, ist er inzwischen sehr wohl in der Lage, sich mit diesen arrangieren, wenngleich er weiterhin ruhigere Atmosphären bevorzugen wird. Mit einigem Training hat er über die Jahre und inzwischen Jahrzehnte diese besonderen Sinnesvermögen zu perfektionieren gelernt, dass er ideal in seiner Rolle auf dem Schwarzmarkt ist, um etwa rasch einschätzen, was man ihm dort pfeilbieten möchte. So sehr er allerdings auch danach strebt, diese Fähigkeiten noch weiter zu steigern, geradezu besessen davon ist, so ist es ihm bis jetzt partout nicht gelungen. Seit einiger Zeit glaubt er jedoch, in Chemtech ein Mittel gefunden zu haben, um sich über die ihm bislang gesetzten Grenzen erheben zu können. Unter Umständen reicht sein Vorstellungsvermögen da auch hin und wieder sehr viel weiter, als die Realität ihn an Sinneseindrücken überhaupt anbieten können würde, doch in seiner unbelehrbaren Art ist er trotz der Enhanced Senses doch erstaunlich blind diesem Erklärungsansatz einer ihm natürlicherweise gesetzten Grenze. AUSSEHEN In seiner äußeren Erscheinung setzt Midas nahtlos fort, was er in seinem Auftreten, Bewegungen, Gesten bis hin zu seiner Mimik bereits vermittelt: Er ist nicht besonders auffällig, sticht ja schon mit seinen nur 179 cm Körpergröße nicht besonders hervor, kann vielmehr leicht untergehen, gar mit dem Hintergrund verschmelzen, wenn er es nur darauf anlegt. Er macht einen ruhigen, gemütlichen, ja passiven Eindruck, scheint alles andere als eine Gefahr zu sein – ein Umstand, den er sehr bewusst pflegt, bietet es seinem stoischen Wesen, dem Ruf von ihm als lebenserfahrenen Asketen, doch ein wunderbares Fundament. Sein Körper erzählt dabei natürlich auch von seiner von Entbehrungen und Ungewissheiten, von Gewalt und der Existenz außerhalb der Gesetze geprägten Lebensgeschichte, fortgesetzt durch den heute daraus entwickelten vermeintlich anspruchslosen und genügsamen Lebensstil, den Midas zu pflegen scheint. Zum Einen gibt es eine Vielzahl an Narben an seinem Körper, unterschiedlichster Art und unterschiedlichster Herkunft, wobei er von Letzteren gerne angibt, sie zu leugnen, obgleich er die Geschichte jeder einzelnen sehr noch rekonstruieren kann. Ein Leben außerhalb der Gesellschaft und der mit ihr einhergehenden Normen – seine Eltern jedenfalls hätten ihn spätestens dafür wohl enterbt und vom Hof gejagt – erlaubten ihm ohnehin, allerlei Tintenzeichnungen unter seine Haut zu bringen, die diese nun zieren, viele der Narben überdecken oder doch wenigstens von diesen abzulenken verstehen, ohne dass diese wiederum in den allermeisten eine nähere Bedeutung zugeordnet werden müsste. Unter in aller Regel einfacher Kleidung, ganz jener Bescheidenheit entsprechend, lässt sich sein Körper wunderbar verbergen, der nicht trainiert genug sein mag, als dass die Muskeln bei kleinster Anspannung unter dem Stoff hervordrängen wollen würden, und doch sind sie zweifelsohne da, genau im richtigen Ausmaß, dass man ihn nicht für eine Gefahr halten wollen würde, ihn nur allzu leicht unterschätzen kann, insbesondere dann wenn er seine Kraft aus Chemtech bezieht. Ob seiner Faszination zu dieser finden sich an seinen Fingern in aller Regel dicke Ringe, seinem sonst so bescheidenen Auftreten entsprechend, schmuck- und glanzlos, wenn überhaupt eher klobiger Art, weil Midas sie gewiss auch nicht nutzt, um sich selbst auf irgendeine Weise äußerlich hervorzutun. Sie sind speziell präpariert, perfekt für ein andauerndes Micro Dosing mit Chemtech, so wie er nur ein wenig Druck auf diese ausübt. Biografie: Aufgewachsen auf dem Hof einer zwar nicht wohlhabenden, dennoch selbstredend sehr stolzen und tüchtigen Bauernfamilie, war die Kindheit nicht einfach für Midas. Auch seine Eltern würden dem wohl beipflichten müssen, bei aller für ihre beiden Söhne auch aufgebrachten Liebe, die sich unter der strengen, auf die Demacia’schen Werte fokussierten Erziehung verbarg. Midas war für sich schon mühsam – seinem Vater fiel seit jeher das Wort wehleidig ein, um ihn zu beschreiben – genug, geplagt von einer Überstimulierung an äußerlichen Eindrücken, die er schon damals intensiver wahrnahm als andere. Er aß kaum, was man ihm vorsetzte, schien nicht richtig zuzuhören und ließ sich ständig von allem und jeden um sich herum ablenken, dass es für die Ältesten am Hof eine enorme Anstrengung war, ihm ein Mindestmaß an Bildung zu vermitteln. In Verbindung mit seinem Bruder war es aber endgültig um ihn, nein, um sie beide geschehen: Im Duo waren sie am Hof für nichts zu gebrauchen, hatten, wie es schien, von früh an nur Flausen im Kopf, die mit dem Alter nur noch schlimmer und intensiver wurden. Sie forderten einander unentwegt heraus, testeten Grenzen aus, die eigenen, die anderer, und überschritten diese immer und immer wieder, als wäre es ihnen nichts weiter als ein Spiel, das selbst dann noch ausgerufen werden konnte, wenn die elterliche Bestrafung – man wusste sich kaum noch anders zu helfen, als zu körperlicher Züchtigung zu greifen – folgte. Auch dann galt es noch, einander zu übertrumpfen in jeder erdenklicher Art und Weise, die ihnen nur einfiel. Sie mochten die Demacia’s Disziplin nicht in sich tragen, doch an Kreativität fehlte es ihnen wahrlich nie, um die Welt, in die sie geboren worden waren zu trotzen – und um den Enhances Senses seitens Midas zu entgegnen, der sich mit Leichtigkeit regelrecht verlieren konnte in diesen andauernden Wettbewerben mit seinem Bruder, sowie den pausenlosen Bemühungen, schon den nächsten auszurufen, in dem ganz sicher er führend bleiben würde. Sein Bruder hatte ein besonderes Talent darin, Midas’ Fokus zu lenken, auf dass er sich nicht von der Vielfalt und Intensität seiner Sinne übermannen ließe, ohne dass sein Bruder selbst von solch einer Besonderheit – andere nannten es Einschränkung oder Störung – profitieren könnte, wie dies Midas seinerseits ohnehin erst Jahre später lernen sollte, falls es nicht vielmehr eine bloße Gewöhnung war, die sich bei ihm eingestellt hatte. Bevor einer von ihnen – einzeln waren sie schließlich auf dem Hof durchaus zu gebrauchen, zumindest Midas’ Bruder – dem Militär übergeben werden konnte, zum Wohle beider Kinder, aus denen auf diese Weise endlich anständige, stolze Bürger Demacia’s werden können würden, wenn sie sich nur gegenseitig nicht mehr im Wege stünden, nahmen die Brüder gemeinsam reißaus und rannten davon. Ihr erstes Ziel war die Große Stadt, getrieben von der Neugier auf all die Luxusgüter, die mit dieser im Vergleich zu dem ländlichen Leben, das ihnen bislang lediglich zuteil geworden war, einhergehen sollten. Doch derlei ehr- und respektloses Gesindel, das schließlich auch nicht über die notwendigen Mittel verfügte, die bislang so unbekannten, doch umso begehrteren Dinge einmal in die eigenen Hände zu bekommen, und sich kurzerhand etwa Wege des Diebstahls bediente, konnte in einem Königreich wie Demacia keine Rücksicht oder Gnade erhalten, dass sie diesem Ort und letztlich auch ihrer so genannten Heimat selbst nach einiger Zeit ihres Tun geschunden den Rücken zukehrten. Immerhin stand ihnen doch die ganze Welt offen, dass sie gewiss auch diesem stolzen Königreich keine Träne nachzuweinen gedachten. In den nächsten Jahren schlugen die Brüder sich durch, so gut sie konnten, oftmals zusammen mit anderen, die ähnliche Schicksale teilten wie sie und das Beste aus ihrer Situation zu machen versuchten. Eine Welt eröffnete sich den beiden Teens, in denen völlig neue Regeln galten, im Umgang untereinander, wie auch im Umgang mit der Welt, Regeln, die auch sie bestimmen zu können schienen, wenn sie sich nur geschickt genug anstellten oder es ihnen auf anderem Wege gelang, für eine kurze Zeit in der jeweiligen Bande, mit der sie unterwegs waren, das Sagen zu haben. Entsprechend selten waren diese Gruppierungen geprägt von einer nennenswerten Stabilität; mal lösten sie sich durch internen Streit auf, mal wurden sie von außen zerschlagen. Auch zwischen den Brüdern herrschte häufig alles andere als Einigkeit; so manches Mal gerieten sie derart erbittert aneinander, dass bleibende Male an ihren Körper zurückblieben und sie sich tage-, wochen-, gar monatelang kaum mehr eines Blickes würdigen würden. Dennoch entfernten sie sich nie wirklich weit voneinander, blieben doch zumindest auf einer physischen Ebene stets nah genug zueinander, verblieben eng genug im Leben voneinander verworren, um im Zweifelsfall – und diese sollte es gewiss geben – eingreifen zu können und dem jeweils anderen im Moment der Not den Rücken freizuhalten verstanden. Dies galt selbstredend auch, als Livia Cree in Midas’ Leben trat, zwischen denen sich rasch mehr entwickelte als nur der Kampf um einen Platz in dieser Welt. Sie ergänzten sich hervorragend, in Fähig- wie Fertigkeiten, obgleich seitens Midas stets ein gewisser Neid verblieb, schien ihr der Umgang mit den ihren so viel besser zu gelingen als ihm, schien ihr so selbstverständlicher, während er selbst immer wieder fürchten musste, schon an sein eigenes Limit gestoßen zu sein, ohne dies doch akzeptieren zu wollen, obwohl es ihn dafür doch schon seit der Kindheit begleitete, ihn einst während dieser sogar so sehr gequält hatte, bis er einen Umgang damit hatte finden können. Trotz ihrer hervorragenden Zusammenarbeit gab es hin und wieder jedoch Phasen, in denen sich das Leben auch für ihren kreativen Weg als besonders hart erwies, in denen die Ausbeute eines Raubs etwa äußerst spärlich ausfiel. Es waren Phasen, in denen es auch rauer zwischen ihm und Livia zuging, im Ton, vielleicht auch im Umgang, und doch hätte er darin nie einen Anlass gesehen, dass sie sich eines Tages einfach aus dem Staub machen würde. War er womöglich ob seiner Lebensgeschichte nur eher gewohnt als dieses Prinzesschen mit dem wohlduftenden Haar? Es fühlte sich letzten Endes nicht nur an, als hätte sie ihn verlassen; es fühlte sich an, als hätte sie ihn verraten, ihn preisgegeben, um anderenorts ihr Glück versuchen zu können, während sich herumsprach, dass Midas auf sich allein gestellt war, sicher kaum in dieser in der Lage, sich all dieser offenen Rechnungen zu erwehren, die manch eine*r mit einem Mal meinte, ihm gegenüber erheben zu müssen. So nutzte er selbst die schnellstmögliche Flucht aus diesem Leben, die sich ihm bot, und heuerte auf dem Schiff der Burning Creature an, deren Crew sich selbst als eine Art Schatzsuchende sah. Das Leben auf hoher See war allerdings nie für ihn gemacht. Mochten seine Fähigkeiten auch eine nützliche Ergänzung für die Crew darstellen, mochten manche Schätze auch noch so sehr sein eigenes Interesse wecken, so konnte nichts davon darüber hinwegtäuschen, wie ihn etwa die Mischung aus völlig versalzenen Essen und Zitrusfrüchten an Bord zusetzte und wie ihn vor allem doch aber dieses Wasser um ihn herum quälte, das keinen Boden kannte und über Tage und Woche und Schlimmeres auch an allen Horizonten kein Land mehr erahnen ließ. Entsprechend dauerte es auch nicht lange, bis Midas in Absprache mit der Crew entschied, in deren Heimathafen zurück zu bleiben, wann immer es sie wieder auf See und zu irgendwelchen vermeintlichen Abenteuern hinaustreiben würde, und sich vor Ort künftig darum zu kümmern, ihre Fundstücke bestmöglich zu vermarkten. Bilgewater war der Name von eben diesem. Der Ort war wie gemacht für ihn, nein, mehr noch: diese kleine Hafenstadt brauchte ihn, ihn und seine Fähigkeiten, ihn und seinen Verstand. Hatte er sich auch ursprünglich nur darauf konzentrieren wollen, der Burning Creature mit seinen Diensten am Land zur Verfügung zu stehen, während er sich selbst erst einmal in Ruhe einen Überblick über dieses ihm noch so unbekannte Stück der Welt verschaffen wollte, fand er für sich doch früher als gedacht eine neue Wirkungsstätte, die wie geschaffen für ihn war, als er Earl kennenlernte, den man hier zumeist nur als den Bernsteinsammler kannte, weil er seit Jahrzehnten schon der Erste war, der die Strände um Bilgewater herum nach Fundgut abzusuchen pflegte, kaum dass ein Sturm vorübergezogen war oder die Meldung von Schiffbruch in den Gewässern um Bilgewater herum sich verbreitete. Aber das war gewiss nicht alles, womit der Alte seine Tage zubrachte: er war gar essentiell in den Handel der Stadt integriert. Er war die erste Adresse, die es aufzusuchen galt, so wie man etwas brauchte, so wie einem selbst etwas abhanden gekommen war. Er kannte sich aus, auch über Bilgewaters Grenzen hinweg, obgleich er diese lange schon nicht mehr verlassen hatte; er pflegte viele nützliche Verbindungen, kannte schier jede Person in der Stadt und schon jedes kleine Kind wusste wohl mit seinem Namen etwas anzufangen. Und doch war er nicht mit diesem besonderen Vermögen gesegnet, das Midas innewohnte, das ihn erlaubte, diese Welt so viel besser und schneller zu begreifen als es dem Alten jemals möglich sein sollte. Vielleicht sah er am Anfang darin auch noch eine wertvolle Ergänzung, dass er dem besonnenen Fremden einen Platz neben sich erlaubte, dass sich alsbald schon eine Zusammenarbeit zwischen ihnen entwickelte. Mit der Zeit begann sich Midas jedoch mehr und mehr in den Vordergrund zu drängen, übernahm zunehmend die Geschäfte, die die Leute Bilgewaters, wie auch Reisenden mit dem alten Bernsteinsammler betreiben wollten, dass alsbald immer weniger nach dem Alten, nach dem Original fragten. Immerhin nahm Midas sich doch auch alle Zeit für sie, lauschte endlos ihren Geschichten, ergänzte diese durch die zuvor gehörten Berichte seiner Kundschaft oder gab seinen Rat zum Besten, wenn es angebracht und gewünscht war, und zeigte sich in aller Regel überaus großzügig und zuvorkommend im Handel, dass der Bedarf am alten Bernsteinsammler wie von selbst versiegte, der ja zudem auch zunehmend zu schwächeln begonnen hatte, dass Midas ihm nur einen Gefallen tat, ihm die Arbeit abzunehmen. für seinen Meister, dafür war er schließlich da, das war das Mindeste, was er für ihn tun konnte. Dass der alte Bernsteinsammler schließlich verschwand, fiel erst nach einer ganzen Weile auf, hatte ihn niemand mehr sehen müssen, solange Midas doch zugegen war, der auch seinerseits sicherlich niemanden damit hatte belasten wollen, dass sein alter Lehrmeister auf einmal wie vom Boden verschluckt war. Er gab sich ruhig und gelassen, machte keinen Aufstand deswegen. Aus welchem Grund sollte er das denn? Wie viele Jahrzehnte hatte der Alte sich doch schon um sein geliebtes Bilgewater gekümmert, als dass man annehmen müsste, er würde diesem jetzt ohne Weiteres für immer den Rücken kehren? Der Alte war doch viel zu vernarrt in diesen Ort, mit jeder seiner Zellen. Und wen könnte er sich in dieser Zeit schon zum Feind gemacht haben, als dass man ein Verbrechen befürchten müsste? Nein, Midas blieb ganz entspannt. Der Alte käme schon zurück, wenn die Zeit gekommen war. Vielleicht, so wusste Midas aber hin und wieder zu ergänzen, hatte er sich ja nur wie ein Kater irgendwo zum Sterben verkrochen, der mit dem Unausweichlichem niemanden noch eine Bürde hatte sein wollen. Machten die das nicht so…? Und während Earl, der alte Bernsteinsammler, auf sich warten lassen wollte, würde sich Midas eben um seine Geschäfte kümmern, wie er es von dem Alten höchstpersönlich gelernt hatte. Was gab es schon dagegen zu argumentieren? Es gefiel ihm dabei außerordentlich, den Namen des alten Bernsteinsammlers fortzuführen, dass die Leute tatsächlich auf ihn zu referieren begannen, wenn sie diesen Namen nutzten. Das bedeutete nebenbei immerhin auch, dass seine Spuren gen Bilgewater weiterhin verwischt blieben für all diejenigen aus Noxus etwa, die meinten, noch die eine oder andere offene Rechnung mit ihm klären zu wollen. Nach und nach weichten selbstredend auch die Regeln des alten Earls auf, der etwa stets so bedacht darauf gewesen war – mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg –, Chemtech aus seiner Stadt fernzuhalten, während Midas hier und da schon lange seine Wege und Mittel gefunden hatte, sich auch mit solchen Stoffen versorgt zu wissen. Ja, er gefiel sich außerordentlich gut in dieser Rolle als neuer Bernsteinsammler, die ihm auch niemand mehr streitig zu machen drohte. • Ionia
Administrator
Yara ist eine 27 Jährige Vastaya, die ziemlich eins mit ihrem Tier ist. Das zeigen auch ihre Fuchsohren und der Fuchsschwanz, die sie ganz offen zur Schau trägt und teilweise sogar regelrecht hervorhebt. Aber nicht nur ihr tierisches Äußeres sorgt dafür, dass sie oftmals im Mittelpunkt steht. Sie ist eine Unterhaltungskünstlerin, die sich auf viele Gebiete spezialisiert hat. Sie singt, spielt mehrere Instrumente und tanzt, wobei sie bei Letzterem bevorzugt richtige Shows mit Feuer abliefert. Ansonsten gibt sie auch mal die eine oder andere Geschichte zum Besten. Man trifft sie oft auf den Märkten der Stadt an, aber gerne auch in Tavernen, wo die Stimmung oftmals viel entspannter ist als bei dem geschäftigen Treiben zwischen den Verkaufsständen. Generell liebt sie Gesellschaft. Sie ist nur selten gerne alleine, weswegen man sie oft an Orten antrifft, wo andere Leute zu finden sind.
Ursprünglich stammt die 1,68m große Rothaarige aus Ionia, jedoch kam sie bereits im Kindesalter nach Bilgewater und somit ist die Hafenstadt viel mehr ihre Heimat als Ionia es je war. Sie ist ein ziemlicher Freigeist und sie lebt ihr Leben einfach so, wie es ihr gerade in den Kram passt. Da glaubt man kaum, dass sie sich in einer Beziehung befindet. Ja, das kommt ihr selbst auch immer noch merkwürdig vor. Aber dennoch ist sie mit Masato zusammen und hat keinerlei Ahnung, dass ihr Leben wohl bald ziemlich auf den Kopf gestellt wird.
Nina
sie/ihre
Einmal bitte die Shortfacts (also dieser Kurztext Charakterbeschreibung) und das Alter ergänzen <3 Zitat:Ob seiner Faszination zu dieser finden sich an seinen Fingern in aller Regel dicke Ringe, seinem sonst so bescheidenen Auftreten entsprechend, schmuck- und glanzlos, wenn überhaupt eher klobiger Art, weil Midas sie gewiss auch nicht nutzt, um sich selbst auf irgendeine Weise äußerlich hervorzutun. Sie sind speziell präpariert, perfekt für ein andauerndes Micro Dosing mit Chemtech, so wie er nur ein wenig Druck auf diese ausübt. Sehr coole Idee! Sehr coole Fähigkeit und sehr gut denkbar, wie einem all die Eindrücke um einen herum auch einfach manchmal nerven müssen, so sehr man sich auch daran gewöhnt hat. Hier möchten wir einmal hervorhebend, wie wunderbar sich der ganze Charaktertext fügt. Man hat nicht das Gefühl, dass hier Charaktereigenschaften einfach aneinander gereiht werden, sondern ganz bewusst in das Charakterkonzept passen. Liest sich wunderbar und spannend! Zitat: der Duft von Livia’s Haar, was nicht nur unglaublich kitschig, sondern auch ein gut gehütetes Geheimnis ist!tihi, Nina kichert hier ein bisschen ![]() Zitat:Schnecken, denn sie sind widerlich und schleimig, sowohl auf Land, wie auch unter WasserGurke ist höchst erfreut über diese ausgefallene und überaus nachvollziehbare Abneigung Sehr schön geschrieben, spannende und nachvollziehbare Entwicklung und eine Bereicherung für Bilgewater. (Auch wenn Livia das nicht so sehen wird, sobald ihr bewusst wird, WER der Bernsteinsammler ist xD). Bietet sehr viele Spielmöglichkeiten. Die absonderlichen Theorien sind so witzig einfach! Ich bin sehr gespannt, mit welcher wir Midas mal in einer Szene begegnen werden, um vielleicht am Ende nach einer Pflanze im Dschungel zu suchen, die irgendeine magische Kraft in sich bergen soll... Hihi, das bietet so viele Anschlussmöglichkeiten. Allgemein richtig toll geschrieben und vielseitig aufgebaut. Kommt mit Sicherheit gut in Bilgewater an und findet viel Anschluss. Ich freue mich auf Szenen! :> Long story short: willkommen im Bilgewater. Es kann losgehen. Die zwei Kleinigkeiten kannst du einfach eränzen, dein WoB gibt es hiermit trotzdem. Viel Spaß!
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